Robin Hood auf dem SAL

Vom 7. bis zum 9. Oktober sind wir Wikinger aus Niederkassel mit knapp 70 Pfadfindern auf unsere Sommerabschluss-Fahrt nach Oer Erkenschwick, in der Nähe von Recklinghausen gefahren. Nach rund 2 Stunden Fahrt kamen wir an unserem Zeltplatz an. Dort konnten wir unsere Zelte aufbauen und den ersten Abend entspannt ausklingen lassen.
Am Samstag begann das Programm erst richtig: Die gesamte Fahrt stand unter dem Motto „Robin Hood“ und die Aufgabe an diesem Tag war es, den entführten Bruder Tuck aus den Fängen des bösen Königs zu befreien. Dazu musste zunächst in Kleingruppen Geld gesammelt werden. Zum Beispiel durch das Lösen von Rätseln oder durch Aufführen eines lustigen kleinen Sketches. Dieses verdiente Geld musste nach dem Mittagessen im zweiten Teil des Geländespieles in einer selbstgebauten kleinen „Festung“ aus Holz im Wald gegen die anderen Gruppen verteidigt werden. Man konnte natürlich auch versuchen, das Geld aus der Basis der anderen Gruppe zu stehlen.
Nachdem auch dieses Spiel vorbei war, begann langsam die Vorbereitung für das große Highlight der gesamten Fahrt. Der sogenannte Übertritt, bei dem einige Wölflinge (die Jüngsten im Stamm) in eine neu gebildete Gruppe (die Sippe) eintreten. Mit dieser verbringen sie die nächsten 4-5 Jahre, treffen sich einmal pro Woche im Pfadfinderheim und erleben gemeinsam Abenteuer auf den angebotenen Fahrten. Die beiden neuen Sippen Nasua (Nasenbär) und Karibu (Rentierart) werden von zwei Jungen und zwei Mädchen aus den drei ältesten Sippen Panther, Koala und Grizzly geleitet, deren Sippenzeit nun vorbei ist und die nun selbst Aufgaben im Stamm übernehmen.
Beim Übertritt, der auf einer kleinen Lichtung im Wald stattfand, wurde jedem Kind einzeln das neue Halstuch überreicht und von den neuen Sippenführern in Empfang genommen. Diesen Moment mit einer wirklich einzigartigen Atmosphäre konnte noch nicht einmal der Dauerregen, der von Freitag bis Samstag andauerte, stören. Nach diesem Übertritt wurden die neuen Sippen vom gesamten Stamm in einer wundervollen Singerunde empfangen, welche leider drinnen stattfinden musste, da die Theaterjurte, die eigentlich für dafür gedacht war, dem Unwetter nicht standhalten konnte und deshalb abgebaut werden musste. Trotzdem wurde der gesamte Ablauf von allen als sehr gelungen empfunden.
Am Sonntag wurde dann nur noch aufgeräumt, nachdem alle ein bisschen ausgeschlafen haben, sodass wir alle gegen 15 Uhr wieder gesund und munter Zuhause in Niederkassel ankamen. Die meisten werden dieses besondere Lager wohl so schnell nicht mehr vergessen.